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Hallo Besucher,
"Frühling lässt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte / Süße, wohl bekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land", schrieb Eduard Mörike im 19. Jahrhundert. Dieser Tage kann man sie nachempfinden, diese Frühlingsgefühle und -gerüche. Nicht nur die Natur blüht auf. Auch unsere Hormone haben Hochkonjunktur. Und wie Krokusse durch ihren Geruch Bienen und Hummeln betören, so können auch wir uns unseren Geruch bei der Partnersuche zunutze machen. Aber geht das auch mit den neuen japanischen Liebes-Kaugummis?
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Dating.at-Team
Liebe geht durch die Nase
Wussten Sie, dass Ihre Nase bei der Wahl Ihres Traumpartners eine ganz wichtige Rolle spielt? Nein, nicht nur aus optischen Gründen! Sondern tatsächlich als Riechorgan. Die Aussage "den kann ich nicht riechen" hat ihre Wurzeln nämlich in ganz handfesten biologischen Tatsachen und ist nicht nur einfach so eine Redewendung. Vor allem Frauen wird bei der Partnersuche eine besonders feine Nase unterstellt. Binnen Sekunden entscheiden sie (unbewusst), ob ihnen der Geruch ihres männlichen Gegenübers sympathisch ist oder nicht. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Feststellung: "gewaschen" - "ungewaschen", sondern geht bis hin zu genetischen Details! Claus Wedekind, ein Biologe, ließ beispielsweise in einem Versuch 49 Studentinnen an T-Shirts schnüffeln, die zuvor junge Männer zwei Nächte lang auf nackter Haut getragen hatten. Es zeigte sich: Je unterschiedlicher das Immunsystem eines T-Shirt-Trägers von demjenigen der "Schnüfflerin" war, desto attraktiver fand sie den Geruch. Mit diesem Trick sorgt Mutter Natur für gesunden Nachwuchs, denn wenn Mann und Frau unterschiedlich veranlagte Immunsysteme zur Erbmasse ihrer Kinder beisteuern, bekommen diese eine insgesamt deutlich größere Bandbreite an Abwehrkräften vererbt, sind also widerstandsfähiger gegen Krankheiten und damit überlebenstüchtiger.
In der menschlichen Nase findet sich ein blind endender Schlauch, der vermutlich speziell der Wahrnehmung von Lockstoffen, so genannten Pheromonen, dient. Bei Frauen reagiert ein bestimmter Teil des Hypothalamus im Gehirn, der für sexuelle Aktivität zuständig ist, wenn sie an einer Probe AND riechen (ein Testosteron-Abkömmling, der auch in männlichem Schweiß vorkommt). Der männliche Hypothalamus dagegen springt bei dem Steroid EST an, das dem Östrogen (also weiblichem Hormon) ähnlich ist. Bietet man den Versuchspersonen die Proben umgekehrt an (also den Männern das AND, den Frauen das EST), zuckt ihr Sexualzentrum nicht mal - mit einer Ausnahme: homosexuelle Männer reagieren, wie der Stockholmer Forscher Sacic nachweisen konnte, diesbezüglich wie Frauen: sie springen auf das AND an. Warum das so ist, ist noch unklar, es zeigt aber, welch großen Einfluss der Duft eines möglichen Partners auf seine sexuelle Ausstrahlung auf uns hat. Und noch etwas ist interessant: Nimmt eine Frau die Anti-Baby- Pille, verändert das ihre Vorliebe für bestimmte Duftstoffe, kann sie sogar ins Gegenteil verkehren! Also Vorsicht beim Absetzen ... unter Umständen können Sie dann Ihren Liebsten plötzlich nicht mehr riechen!Liebling, Du duftest wie eine Rose!
Schon immer haben Menschen ihren Körpergeruch auf die verschiedensten Weisen zu überdecken und zu verändern versucht. Schon vor mehr als 5000 Jahren verwendeten reiche Ägypterinnen Salben und Pomaden aus Anis, Zitrone und Rosmarin. Wer sich das nicht leisten konnte, griff zu Rizinusöl, gemischt mit Minze oder Thymian. Auch am Hof Ludwigs des XIV. (1643 - 1715) spielten Parfums eine große Rolle: Man wusch sich nicht (noch bis weit ins 18. Jahrhundert hinein predigten nämlich viele Ärzte, frische Luft und Wasser seien schädlich für den Körper), sondern puderte sich und benutzte reichhaltige, schwere Parfums, die den Gestank überdecken sollten.
Diese Camouflage - das wissen wir alle aus dem Sportstudio und der Disko - funktioniert aber nur für eine gewisse Zeit. Freigesetzt werden unsere körpereigenen Riechstoffe eigentlich aus Drüsen, die vor allem in den Achselhöhlen und im Genitalbereich zu finden sind. Die meisten dieser Sekrete riechen eigentlich ursprünglich nach gar nichts, sondern werden erst nach der Freisetzung durch auf der Haut befindliche Mikro-Organismen in Duftstoffe verwandelt. Und irgendwann lässt sich der Zersetzungsprozess auch mit noch so viel Chanel No. 5 nicht mehr kaschieren. Dem soll jetzt ein japanischer Kaugummi abhelfen. Angeblich verändert er die körpereigene Chemie beim Kauen dergestalt, dass man nach dem Genuss von Kopf bis Fuß angenehm riecht. (In der unangenehmen Variante kennen wir das alle vom Knoblauch, wie jeder weiß, der mal versucht hat, einen Abend beim Griechen allein durch Zähneputzen ungeschehen zu machen - funktioniert nicht, weil Duftstoffe nicht nur über die Mundschleimhaut, sondern über den gesamten Körper abgesondert werden. Duschen hilft eher!) Den Kaugummi gibt es in drei Geschmacksrichtungen: Zitrus, Rose und für Männer Menthol. Erhältlich ist er allerdings erst ab Juni - bis dahin müssen wir alle noch auf Wasser, Seife und das Duftwässerchen unseres Vertrauens zurückgreifen ...Lass mich vom Kelchrand Deiner Lippen Deine Seele trinken ...
... schrieb Cyrano de Bergerac, ein französischer Dichter des 17. Jahrhunderts in einem Liebesbrief an seine Angebetete. Was er plötzlich in unserem Newsletter zum Thema Nase und Düfte zu suchen hat? Nun, er war der Sage nach mit einer wahrhaft riesigen Nase gesegnet - wahrscheinlich sollte man besser sagen: geschlagen. Daher hatte er unter jeder Menge Spott zu leiden, und nicht zuletzt stand ihm sein Aussehen auch in der Liebe im Wege. Aber mit seinen unvergleichlich schönen Liebesbriefen gewann er trotzdem das Herz seiner Angebeteten. Leider nicht für sich, sondern im Dienst eines Freundes, also sozusagen als "Ghostwriter" für diesen. Ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig auch die Sprache in der Liebe ist. Manche Evolutionsforscher vermuten sogar, dass sie sich nur deshalb im Laufe der Zeit herausgebildet hat, um mit ihrer Hilfe das andere Geschlecht zu beeindrucken. Und da über das Internet ja zwar Worte, aber noch keine Pheromone übertragen werden können, heißt das für Sie: schreiben, schreiben, schreiben! Und schreiben können Sie bei uns ja an allen Ecken und Enden: in Ihrem Profil (besonders wichtig!) , Ihrem Blog, in unseren Chats, etc. etc.
Sie haben es nicht so mit dem Schreiben? Wenn Sie in den USA flirten würden, gäbe es dafür einen Personal Trainer! Doch, das gibt's auch für Worte - zumindest im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und passenderweise nennt er sich auch noch e-Cyrano! Wenn Sie seine Dienste in Anspruch nehmen wollen, verbessert er Satz für Satz mit Ihnen Ihr Profil und sagt Ihnen, wie Sie es besser machen können, um Frauen auf sich aufmerksam zu machen. Tun Sie sich schwer, überhaupt mal ein Profil von sich zu erstellen? Auch kein Problem - dann schickt er Ihnen einen Fragebogen und telefoniert eine halbe Stunde lang mit Ihnen - und schreibt Ihnen dann ein komplettes Profil, nach dem sich bestimmt jeder weiblicher Single die Finger lecken wird. Wahlweise dürfen Sie auch eine ganze Stunde am Telefon bleiben (gegen etwas mehr Kohle, versteht sich!), und dann wird das Profil sogar brillant ... verspricht er zumindest.
Aber auch wir lassen Sie natürlich auch bei diesem Thema nicht im Stich. Bestimmen Sie doch schnell mal Ihren Dating-Typ auf Ihrer Profil-Seite. Dadurch erhalten Sie wichtige Anregungen, wie Sie sich in Ihrem Profil besser selbst darstellen können.
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